„Ich möchte gerne zusammenbrechen,
aber ich weiß nicht mal mehr wie das geht.“
Über erschöpfte Körper, verlorene Rhythmen und das Recht auf Pause.
Es gab einen Moment im März, in dem ich gemerkt habe:
Ich funktioniere noch. Aber ich lebe gerade nicht wirklich.
Sorge um Menschen, die mir nahestehen. Ein vergangenes Jahr voller Ausbildung, Coaching, Mentoring, immer weiter. Und dazwischen kein echter Raum zum Durchatmen. Keine Pause. Keine Integration.
Irgendwann trägt der Körper das nicht mehr still mit.
Mein Körper und mein Geist haben sich in den letzten Monaten angefühlt wie eine einzige große Anspannung. Von morgens bis abends. Auch wenn äußerlich alles lief.
Wir sind keine Maschinen. Wir sind Menschen.
Ich weiß, das klingt banal. Und trotzdem leben wir oft so, als wäre Pause ein Luxus. Als wäre Innehalten gleichbedeutend mit Versagen. Als müssten wir immer produktiv, immer sichtbar, immer im Vorwärtsmodus sein. Aber ein Körper der nie zur Ruhe kommt, ein Nervensystem das dauerhaft unter Strom steht, das ist keine Stärke. Das ist ein Signal.
Mein Signal kam laut. Durch Erschöpfung, durch Zweifel, durch das Gefühl:
Ich möchte gerne zusammenbrechen, aber ich weiß nicht mal mehr wie das geht.
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Was mir nicht geholfen hat – und was doch
Was nicht geholfen hat: Mehr Disziplin. Noch eine Struktur. Noch ein Plan. Und zwanghaft sichtbar zu sein auf Social Media, obwohl ich innerlich leer war.
Was geholfen hat:
Ehrlich hinschauen. Was brauche ich gerade wirklich? Was kann ich loslassen? Was darf warten?
Ende März habe ich mir bewusst ein paar Tage genommen, in denen nichts funktionieren musste. Die Saftkur war nicht die Lösung. Aber sie war ein Anlass, meinem Körper endlich eine Pause zu geben.
Mit dem beginnenden Frühling finde ich, Schritt für Schritt, wieder in Bewegung.
Nicht mit Vollgas. Sondern mit dem, was gerade möglich ist.
Rhythmus verlieren ist kein Versagen
Es ist ein Signal. Dein System zeigt dir: Hier braucht es Aufmerksamkeit. Hier wurde zu lange zu viel verlangt. Hier ist eine Grenze.
Die Frage ist nicht: Wie komme ich schnell wieder in den alten Rhythmus?
Die Frage ist: Was brauche ich wirklich, um wieder in meinen Rhythmus zu kommen?
Meinen! Nicht den den andere erwarten. Nicht den den ich von früher kenne. Sondern den der jetzt, in diesem Leben, zu mir passt.
Und manchmal beginnt genau das mit einem einzigen ehrlichen Moment des Innehaltens.
Für dich, wenn du gerade ähnliches spürst
Du musst nicht erst zusammenbrechen, um dir Pause zu erlauben.
Du musst nicht erst alles verlieren, um innezuhalten.
Du darfst jetzt schon Raum für dich nehmen. Nicht wenn alles erledigt ist. Nicht wenn du es dir verdient hast. Sondern jetzt.
Das ist kein Luxus. Das ist Selbstführung.
Wenn du merkst, dass du gerade auch nur noch funktionierst, aber nicht mehr wirklich spürst, was du brauchst, dann ist der Gefühlskompass ein erster ruhiger Schritt zurück zu dir.
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Love 💜
Nicole



